Spieltagsrückblick - Finale
Bayernliga Playoffs 2016/2017
Bayernliga
Auswahl:   
 
EHC Waldkraiburg - Vereins-/Stadioninfos EHC Waldkraiburg
"Die Löwen"
1:5
(0:3, 1:1, 0:1)
EV Lindau
"Islanders"
EV Lindau - Vereins-/Stadioninfos
3/1/0/1 (Heim: 2/1/0/0)  Die letzten 5 Spiele
(S3-S2-N1-N)
3/1/0/1 (Auswärts: 0/1/0/1)
Spitzenform - Spitzenform Tendenz der letzten 5 Spiele Spitzenform - Spitzenform
2 Spiele in Serie gewonnen Aktuelle Serie 4 Spiele in Serie gewonnen
25.03.2017 - 13:57
Perfekter Start ins Finale für die EV Lindau Islanders
Perfekter Start ins Finale für die EV Lindau Islanders

Welch fulminanter Start der EV Lindau Islanders in die Finalserie. Gleich mit 5:1 (3:0, 1:1, 1:0) gewannen die Lindauer Spiel Eins der Best of Five Serie beim EHC Waldkraiburg und eroberten das Heimrecht vom EHC.



Entscheidend war der Start, den die Lindauer hinlegten. Wurde in Auswärtsspielen in diesen Play-Offs die Anfangsphase von den Islanders häufig einmal verschlafen, waren sie diesmal voll da. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft vor allem auch darauf heiß war, die zwei Niederlagen gegen den EHC in den Gruppenspielen zu korrigieren“, sagte Dustin Whitecotton.

Dieses Vorhaben setzten die Gäste von Anfang an um und überraschten die Löwen mit hoher Laufbereitschaft, Tempo und Zug zum Tor. Schon nach sieben Minuten war es einmal mehr Simon Klingler, der sein bereits siebtes Play-Off Tor erzielte. Keine zwei Minuten später feierten die Islanders dann eine Premiere. Ausgerechnet im Finale erzielte der 19jährige Julian Tischendorf sein erstes Tor im Seniorenbereich für den EVL und brachte die Lindauer mit 2:0 in Front. Auch das Powerplay lief wieder gut. Beim ersten Versuch in Überzahl gelang den Inselstädtern zwar kein Treffer, sie hielten den Druck aber auch aufrecht, als die Gastgeber wieder komplett waren und wurden dafür belohnt. Petr Heider nahm einen Rückpass von Michal Mlynek direkt ab und traf nach 13 Minuten zum 0:3 in den Winkel.

Mit diesem Ergebnis im Rücken kontrollierten die Islanders die Partie weiter gegen geschockte Gastgeber. Sie konnten sogar nachlegen. Einmal mehr war es in Überzahl, als Jeff Smith nach einer Passfolge über Petr Heider und Andreas Farny die Scheibe humorlos zum 0:4 in den Winkel knallte (31.).

Das erste Lebenszeichen der Löwen kam dann aber recht schnell. Die Gastgeber hatten dabei in der 34. Minute gleich zwei Mann mehr auf dem Eis, als Andreas Paderhuber vollstrecken und das 1:4 erzielen konnte. Zu mehr reichte es trotz Aufbäumens im Schlussabschnitt für die Waldkraiburger nicht. Zu hoch war die Hypothek aus dem ersten Drittel, zu konzentriert verteidigten die Lindauer um den guten Korbinian Sertl ihr Tor. Dass mit Philipp Haug dann auch noch ein Verteidiger sieben Minuten vor Feierabend das 1:5 vorbereitete (Jeff Smith fälschte unhaltbar ab), rundete den gelungenen Abend für den EVL ab.

„Die ersten 30 Minuten waren hervorragend von meiner Mannschaft. Danach hat man aber schon gesehen, dass Waldkraiburg das so nicht hinnehmen wollte. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir am Sonntag eine ganz andere EHC- Mannschaft sehen werden und es noch eine lange Serie werden wird“, warnte Whitecotton gleich nach der Schlusssirene. Der Blick in die jüngere Vergangenheit gibt ihm dabei recht: Im letztjährigen Halbfinale gewannen die Islanders das erste Spiel in Waldkraiburg ebenfalls recht deutlich, um anschließend dreimal in Serie zu verlieren und auszuscheiden. Auch diesmal haben die Lindauer die Löwen gereizt – allerdings machen sie einen hungrigeren und stabileren Eindruck, als im Vorjahr.

Das zweite Finale am Sonntag wird in dieser Hinsicht sicher Aufschluss geben und zeigen, wohin die Reise geht. Die Bedeutung dieser Partie ist also noch einmal gestiegen.

 

 

EHC Waldkraiburg – EV Lindau Islanders 1:5 (0:3, 1:1, 0:1). Tore: 0:1 (06:22) Klingler (Cech, Fuchs), 0:2 (08:12) Tischendorf (Katjuschenko J., Koberger S.), 0:3 (12:41) Heider (Mlynek, Farny), 0:4 (32:41) Smith (Powerplay -Farny, Heider), 1:4 (33:43) Paderhuber (Powerplay 2 - Hilpert, Kaltenhauser), 1:5 (53:16) Smith (Haug, Farny). Strafminuten: Waldkraiburg 6, Lindau 8. Zuschauer: 1093.

Verfasser: EVL Medienservice
Veröffentlicht von Norman Flaake
25.03.2017 - 13:58
Heimvorteil Ade
Heimvorteil Ade

Spiel 1 der „Best-of-5“-Serie im Playoff-Finale zwischen dem EHC Waldkraiburg und dem EV Lindau geht an die Islanders vom Bodensee. Am Freitagabend unterlagen die Löwen aus der Industriestadt nach einem schwachen Auftritt mit 1:5 in der Raiffeisen Arena und gaben damit ihren vermeintlichen Heimvorteil ab. Diesen gilt es jetzt schnellstmöglich zurückzugewinnen.



EHC-Coach Rainer Zerwesz hatte nach der Partie kein Problem, seinem Trainerkollegen Dustin Whitecotton zum ersten Sieg  zu gratulieren: „Das war völlig verdient. Wir waren 60 Minuten nicht bereit, Playoff-Hockey zu spielen, darum sind wir auch verdient als Verlierer vom Eis gegangen“ sagte Zerwesz auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Am Sonntag müssen wir ein anderes Gesicht zeigen und das werden wir auch. Denn so einen Auftritt will ich nicht noch einmal sehen“ so der 48-Jährige weiter.

 

Bereits im ersten Drittel legten die Lindauer das Fundament für den späteren Sieg. In der siebten Minute brachte Simon Klingler die Gäste mit 1:0 in Führung (06:22) und keine zwei Minuten später legte Julian Tischendorf nach (08:12). Ihr erstes Powerplay ließen die Lindauer noch torlos verstreichen, doch nur zwei Sekunden nachdem der EHC wieder vollzählig war, schraubte Petr Heider mit einem Schuss von der blauen Linie das Ergebnis weiter in die Höhe (12:41).

 

Im mittleren Abschnitt gerieten die Hausherren erneut in Unterzahl und es dauerte nur 34 Sekunden, da musste sich Björn Linda im Löwen-Tor erneut geschlagen geben und Top-Torjäger Jeffrey Smith durfte das 4:0 bejubeln (32:41). Wenig später waren dann die Industriestädter mit sogar zwei Spielern mehr auf dem Eis vertreten und Andreas Paderhuber ließ von der blauen Linie nichts anbrennen (33:43).

 

Von der großen Aufholjagd, die im letzten Drittel geplant war, konnten die über 1000 Zuschauer – rund 30 davon aus Lindau- dann aber nicht viel sehen. Lindau verteidigte gut, blieb offensiv brandgefährlich und unterstrich seine Favoritenstellung in dieser Endspiel-Serie. So blieb es auch den Gäste vorbehalten, den 5:1-Endstand zu erzielen. Verantwortlich dafür war erneut Jeffrey Smith mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie.

 

Eishockey Oberliga 2016/ 2017, BEV-Playoff-Finale, Spiel 1. EHC Waldkraiburg – EV Lindau 1:5 (0:3/ 1:1/ 0:1). Stand der Serie „Best-of-5“: 0:1 . Tore: 0:1 06:22 Klingler S. (Fuchs T., Cech Z.), 0:2 08:12 Tischendorf J. (Katjuschenko J., Koberger S.), 0:3 12:41 Heider P. (Mlynek M., Farny A.), 0:4 32:41 Smith J. (Farny A., Heider P. PP1), 1:4 33:43 Paderhuber A. (Hilpert D., Marek J. PP2), 1:5 53:16 Smith J. (Haug P., Farny A.). Strafen: EHC Waldkraiburg 6 Strafminuten, EV Lindau 8 Strafminuten. Zuschauer: 1093.

Verfasser: Michael Gößl
Veröffentlicht von Norman Flaake
 
EV Lindau - Vereins-/Stadioninfos EV Lindau
"Islanders"
2:0
(0:0, 0:0, 2:0)
EHC Waldkraiburg
"Die Löwen"
EHC Waldkraiburg - Vereins-/Stadioninfos
3/1/0/1 (Heim: 3/0/0/0)  Die letzten 5 Spiele
(S3-S2-N1-N)
3/1/0/1 (Auswärts: 1/0/0/1)
Spitzenform - Spitzenform Tendenz der letzten 5 Spiele Spitzenform - Spitzenform
4 Spiele in Serie gewonnen Aktuelle Serie 2 Spiele in Serie gewonnen
27.03.2017 - 14:23
Lindau holt sich den zweiten Sieg gegen die Löwen
Lindau holt sich den zweiten Sieg gegen die Löwen

Mit dem Rücken zur Wand stehen ab sofort die Mannen von EHC-Waldkraiburg-Coach Rainer Zerwesz im Bayerischen-Eishockey-Playoff-Finale. Denn am Sonntag kassierten die Löwen beim EV Lindau auch im zweiten Spiel der „Best-of-5“-Serie eine Niederlage. Eine enge Partie endete mit 2:0, Zdeneck Cech traf dabei in der 54.Minute zur Führung, den Endstand besorgte Sebastian Koberger mit einem Empty-Net-Goal.



Nach der 1:5-Packung am Freitag in der Raiffeisen Arena, bei der den Lindauern alles gelang und die Löwen gleichzeitig einen Tag zum Vergessen erwischten, machten sich die Industriestädter mit großen Ambitionen auf den Weg zum Bodensee. Allerdings fehlten mit Michael Trox und Lukas Wagner kurzfristig zwei Angreifer, was die ganze Angelegenheit natürlich nicht gerade einfacher machte.

 

Bjön Linda und Korbinian Sertl auf Seiten der Gastgeber standen im Tor, doch hatte in den ersten 15 Minuten eigentlich nur Linda zu tun. Die Anfangsviertelstunde nämlich dominierten klar die Gastgeber, egal ob in den beiden Überzahlsituationen oder bei numerischen und personellen Gleichstand- Dustin Whitecottons Mannschaft drückte und drängte auf die Führung. Fabian Zick verzeichnete in der 16.Minute nach einem Konter die erste gute Chance für die Löwen, doch fiel genauso wenig ein Tor wie im folgenden ersten Powerplay des EHC.

 

Im zweiten Drittel sahen die 1147 Zuschauer die Löwen dann besser ins Spiel finden. Doch auch ihr zweites Powerplay ließen die Industriestädter torlos verstreichen. In der 29.Minute vergaben Zick und Nico Vogl dann eine schöne Kombination gegen Sertl und auch die beiden Versuche von der blauen Linie von Andreas Paderhuber eine Minute später brachten nicht den erwünschten Erfolg.

 

Das Schlussdrittel begannen die Löwen in Überzahl, doch nach wie vor stemmte sich Sertl im Tor der Gastgeber gegen den Rückstand und auch blieben die Waldkraiburger vor dessen Tor insgesamt zu harm- und glücklos. Nach einem kapitalen Fehlpass der EHC-Defensive machte sich Jeffrey Smith alleine auf in Richtung Löwen-Tor, doch Paderhuber konnte gerade noch eingreifen und ihn abdrängen. Lindau wurde nun wieder stärker und drängte verstärkt auf die inzwischen fällige Führung. Linda verhinderte abermals das 1:0 durch Smith mit einer Spagat-Abwehr in der 53.Minute, doch eine Minute später war er beim satten, flachen Schlagschuss von Zdenek Cech machtlos (53:38). Nico Vogl hatte vier Minuten später aus dem Slot zwar den Ausgleich auf dem Schläger, doch blieb Sertl der Sieger, zwei Minuten vor dem Ende rettet Lindau beim Schuss von Tomas Vrba der Pfosten. Rainer Zerwesz nahm seine Auszeit und holte 132 Sekunden vor dem Ende Keeper Linda vom Eis und ersetzte ihn durch einen weiteren Angreifer.  Das Risiko sollte aber nicht belohnt werden, denn 18 Sekunden vor dem Ende traf Sebastian Koberger ins verwaiste Löwen-Tor.

 

Eishockey Oberliga 2016/ 2017, BEV-Playoff-Finale, Spiel 2. EV Lindau - EHC Waldkraiburg 2:0 (0:0/ 0:0/ 2:0). Stand der Serie „Best-of-5“: 2:0 . Tore: 1:0 53:38 Cech Z. (Klingler S., Bigam T.), 0:2 59:43 Koberger S. (ENG). Strafen: EV Lindau 14 Strafminuten, EHC Waldkraiburg 12 Strafminuten,. Zuschauer: 1147.

Verfasser: Michael Gößl
Veröffentlicht von Norman Flaake
27.03.2017 - 15:36
Zweiter Sieg im Finalkrimi für die EV Lindau Islanders
Zweiter Sieg im Finalkrimi für die EV Lindau Islanders

Jetzt sind die EV Lindau Islanders ganz nah dran an ihrem zweiten bayrischen Meistertitel. Mit dem 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)- Sieg gegen den EHC Waldkraiburg holten die Lindauer vor 1174 Zuschauern den zweiten von drei zum Titel notwendigen Erfolgen.



Es war ein wahrer Krimi, den die Zuschauer in der fast ausverkauften Eissportarena Lindau geboten bekamen. 60 Minuten lang bearbeiteten sich die beiden Finalisten hart aber fair, erspielten sich eine Fülle von Torchancen, scheiterten aber lange Zeit an den besten Akteuren in diesem Spiel, den Torhütern Korbinian Sertl und Björn Linda.

Diese beiden sorgten nahezu im Alleingang dafür, dass die spannende Partie bis sechseinhalb Minuten vor dem Ende torlos blieb. Den Bann brach dann ein laserartiger Direktschuss von Zdenek Cech, der bei einem schnellen Lindauer Gegenzug den klugen Querpass von Simon Klingler direkt nahm und ins Tor donnerte.

Die ohnehin an diesem frühlingshaften Tag besondere Atmosphäre in der Eissportarena am Bodensee erreichte zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt. Eingestimmt wurden die Zuschauer mit der Bayernhymne und den Kleinschülern des EVL, die vor Wochenfrist Landesliga- Meister wurden. Dazu knüpften die Gastgeber gleich an ihre Leistung vom ersten Spiel an und hatten durch Zdenek Cech gleich nach 32 Sekunden die erste Möglichkeit, die Linda vereitelte. Dem folgte ein vom EVL überlegen geführtes Drittel gegen defensiv eingestellte Gäste, die versuchten, die Räume für die Lindauer möglichst eng zu halten und selbst Konter anzusetzen. Diese fanden aber Antworten, da sie mehr Zug zum Tor entwickelten. So wie Jiri Mikesz, der nach 14 Minuten nur die Schulter von Linda traf.

Danach wurde aber der EHC gefährlicher. Bei einer angezeigten Strafe gegen den EVL verzog Fabian Zick knapp. Derselbe Spieler war es auch, der nach dem von den Islanders gut abgewehrten Unterzahlspiel, Sekunden vor der Pause an Sertl scheiterte.

Diesen Schwung nahmen die Löwen mit ins zweite Drittel, in dem sich das Blatt wendete. „Wir waren da ein wenig planlos und lustlos“, bewertete Trainer Dustin Whitecotton den Auftritt seiner Mannschaft in diesem Abschnitt, in dem Waldkraiburg aggressiver wirkte und läuferisch Vorteile hatte. Gleich zweimal mussten die Lindauer alle Kräfte aufbieten, um in Unterzahl ohne Gegentor zu bleiben. Mehrfach war Sertl zur Stelle, auch der Pfosten half den Islanders gerade in einer Phase zwischen der 26. und 34. Minute, in der das 0:1 möglich war.

Aber auch dieses Drittel war ein Spiegelbild des ersten. In den letzten fünf Minuten des Abschnittes kämpften sich die Gastgeber zurück ins Spiel und hatten selbst noch die große Chance zur Führung, als Jiri Mikesz ganz knapp an der langen Ecke vorbeizielte (35.). „Unsere dritte und vierte Reihe haben uns dann einiges an Energie zurückgebracht“, wies Whitecotton auf die harte Arbeit seines gesamten Teams hin, das sich mehr und mehr die Spielanteile vom EHC zurückholte.

Das große Signal zur Wende gab es dann in Unterzahl. 46 Minuten waren gespielt, als Jeff Smith einen Konter startete. Der EVL-Torjäger wurde zwar von Andreas Paderhuber entscheidend gestört, konnte aber die Scheibe im gegnerischen Drittel behaupten, wertvolle Sekunden von der Uhr nehmen und wurde anschließend sogar selbst noch gefoult, so dass die Inselstädter bald darauf ihrerseits in Überzahl antreten konnten.

 

Hier verhinderte Linda mit einem sensationellen Reflex gegen Michal Mlynek und anschließend noch gegen Petr Heider die Führung. Aber nur wenig später musste auch Sertl alles zeigen, um gegen Nico Vogl zu bestehen (49.). Die Partie wurde immer intensiver und spannender und sah auch den EVL im Pech, als Smith nach 53 Minuten nur den Pfosten traf, ehe Cech dann die Lindauer mit dem 1:0 erlöste.

Waldkraiburg schaltete nach dem Rückstand sofort auf Angriffsmodus um und erhöhte den Druck. Vogl und Thomas Vrba (Pfostenschuss) hatten sofort den Ausgleich auf dem Schläger, zu viel mehr kamen die Löwen aber nicht, weil die Lindauer sich mit allem was sie hatten wehrten und einen Schuss nach dem anderen blockten. Dies war umso notwendiger, als der EVL die letzten beiden Minuten auch noch in Unterzahl spielen musste.

Ohne Torwart und mit sechs gegen vier Feldspieler belagerten die Gäste nun das Lindauer Tor, leisteten sich dann aber einen kapitalen und spektakulären Fehler. Jakub Marek wollte einen Rückpass spielen, allerdings war kein Abnehmer dafür da, so dass die Scheibe über die ganze Eisfläche rutschte und zum 2:0 im leeren EHC- Tor landete. 17 Sekunden vor Schluss war durch dieses 50 Meter Eigentor die Entscheidung gefallen. Den Treffer bekam Sebastian Koberger zugeschrieben, der den Puck vor Mareks Pech geblockt hatte.

Ein besonderer dramaturgischer Höhepunkt, der die Zuschauer endgültig begeisterte und den Lindauern nun den Vorteil in dieser Finalserie gibt. Drei Gelegenheiten bieten sich den Islanders, um Sieg Nummer Drei zu erreichen. Die nächste am Freitag auswärts in Waldkraiburg. Das vierte Spiel würde dann am Sonntag wieder im Eichwald stattfinden.

EV Lindau Islanders – EHC Waldkraiburg 2:0 (0:0, 0:0, 2:0). Tore: 1:0 (53:38) Cech (Klingler, Bigam); 2:0 (59:43) Koberger (Empty Net). Strafminuten Lindau 12, Waldkraiburg 14. Zuschauer 1174.

Verfasser: EVL Medienservice
Veröffentlicht von Norman Flaake
 
EHC Waldkraiburg - Vereins-/Stadioninfos EHC Waldkraiburg
"Die Löwen"
2:1
(2:1, 0:0, 0:0)
EV Lindau
"Islanders"
EV Lindau - Vereins-/Stadioninfos
3/1/0/1 (Heim: 2/1/0/0)  Die letzten 5 Spiele
(S3-S2-N1-N)
3/1/0/1 (Auswärts: 0/1/0/1)
Spitzenform - Spitzenform Tendenz der letzten 5 Spiele Spitzenform - Spitzenform
2 Spiele in Serie gewonnen Aktuelle Serie 4 Spiele in Serie gewonnen
02.04.2017 - 11:35
EV Lindau Islanders vergeben ihre erste Meister- Chance
EV Lindau Islanders vergeben ihre erste Meister- Chance

Die Finalserie um die Bayrische Meisterschaft wird immer enger. Hauchdünn mit 1:2 (1:2, 0:0, 0:0) unterlagen die EV Lindau Islanders am Freitag beim EHC Waldkraiburg und vergaben ihren ersten Matchpuck. Deshalb gibt es am Sonntag (17:30) ein viertes Finale in der Eissportarena Lindau.



Zwei Drittel lang boten die Lindauer dabei vor 866 Zuschauern, darunter über 100 Fans aus Lindau ein zumeist überlegenes Spiel, liefen aber vergeblich dem Rückstand aus dem ersten Drittel hinterher. „Wir sind erst im zweiten Drittel wach geworden“, sagte EVL- Trainer Dustin Whitecotton, dessen Mannschaft schon nach 28 Sekunden nach einem Stellungsfehler im eigenen Drittel durch Thomas Vrba in Rückstand geriet.

Es hätte noch Schlimmer kommen für die Lindauer, die in der Anfangsphase bis auf eine Chance von Troy Bigam überhaupt nicht auf dem Eis waren, und sich bei Torhüter Korbinian Sertl und der mangelhaften Chancenverwertung der Löwen bedanken konnten, dass sie nicht noch mehr Tore kassierten. Der EHC war dagegen von Anfang an bereit und zeigte, dass er nicht gewillt war, eine zweite Heimniederlage hinzunehmen. Dazu kam, dass sich EVL- Torjäger Jeff Smith bei einem Sturz in die Bande nach sieben Minuten verletzte und von da an nicht mehr weiterspielen konnte.

Für den Amerikaner sprang zwei Minuten später aber Petr Heider in die Bresche. Michal Mlynek passte klug auf den freistehenden Petr Heider dessen zielgenauer Schuss genau zum Ausgleich im Winkel landete. Nach und nach fanden die Islanders nun ins Spiel und schafften es, eigene Akzente zu setzen. Allerdings fiel genau in diese Phase der erneute Führungstreffer für die Gastgeber. Jakub Marek spielte dabei Fabian Kanzelsberger frei, dessen verdeckter Schuss von der blauen Linie unhaltbar im Lindauer Tor landete (13.). Nur eine Minute später hatte Jiri Mikesz die Ausgleichschance, zielte aber knapp vorbei. Dennoch ging das erste Drittel ganz klar an die Gastgeber.

Ganz anders traten die Lindauer ab dem zweiten Drittel an. Plötzlich waren Kreativität und Zug zum Tor da, obwohl Whitecotton seine Sturmreihen umstellen musste. Adrian Kirsch und Simon Klingler hatten früh gute Möglichkeiten zum Ausgleich, zielten aber knapp vorbei (23./ 25.), wie die Lindauer überhaupt bis zur 30. Minute spielbestimmend waren, ehe Sertl gegen Nico Vogl spektakulär retten musste. Im Gegenzug hatte Zdenek Cech die beste Lindauer Möglichkeit, traf aber nur die Latte. Denselben Ort visierte nach 37 Minuten Andreas Paderhuber auf der anderen Seite an.

In einem intensiven Spiel gab es weiter Möglichkeiten auf beiden Seiten, aber auch starke Defensivaktionen beider Teams. So scheiterte Troy Bigam in der 40. Minute am überragenden Björn Lindau im EHC Tor, Sekunden vor der Pause blockte EVL- Kapitän Tobi Fuchs gleich zweimal in höchster Not und verhinderte das 3:1.

Mit Fortdauer des Spiels übernahmen aber die Lindauer das Kommando und drückten auf den Ausgleich, taten sich aber schwer, Großchancen herauszuspielen. „Waldkraiburg hat das sehr schlau zu Ende gespielt und gut verteidigt“, sagte Whitecotton. Marco Miller (42.) und Heider mit einem starken Solo (50.) hatten die besten Möglichkeiten für die Lindauer, die sogar in Unterzahl in der Schlussphase anrannten, aber den Ausgleich und die mögliche Verlängerung verpassten. „Jetzt müssen wir uns Zusammenreißen und am Sonntag Entscheidung suchen“, denn noch ist der Vorteil auf Lindauer Seite.

Verfasser: EVL Medienservice
Veröffentlicht von Norman Flaake
02.04.2017 - 11:36
Löwen melden sich eindrucksvoll zurück
Löwen melden sich eindrucksvoll zurück

Der EHC Waldkraiburg ist wieder drin, in der „Best-of-5“-Serie des Playoff-Finales gegen den EV Lindau. Am Freitagabend bezwangen die Industriestädter nach einer starken Leistung die Islanders mit 2:1 in der Raiffeisen-Arena und verkürzten in der Serie somit auf 1:2. Tomas Vrba und Fabian Kanzelsberger trafen für die Löwen, die am Sonntag zum vierten Spiel an den Bodensee reisen und jetzt richtig heiß sind.



Mit gemischten Gefühlen begann die Partie – zumindest auf der Tribüne: Vor dem Spiel meinten viele „Experten“ nämlich, dass die Lindauer sicher nicht gewinnen wollen würden, um am Sonntag dann vor heimischer Kulisse den Sack zu zumachen. Gleichzeitig machten aber auch Gerüchte die Runde, dass der EVL für Samstag bereits die Meisterfeier geplant habe. Und über die gesamte Spielzeit betrachtet, dürfte- wenn es auch unbestätigt blieb- eher letzteres gestimmt haben. Denn es entwickelte sich eine unglaubliche schnelle, spannende und vor allem intensive Partie, in der Lindau mit aller Macht versuchte, den  dritten Sieg der Serie zu holen, die Löwen aber zurückbissen und am Ende besonders den Zuschauern bester Sport und beste Unterhaltung geboten wurde. 

„Kompliment an die Mannschaft, dass sie sich nach einem 0:2 in der Serie jetzt so präsentiert hat“ lobte EHC-Coach Rainer Zerwesz sein Team nach dem Spiel. „Das spricht für den Charakter der Mannschaft und habe ich auch so erwartet- nach dem schwachen Auftritt letzte Woche. Wir sind jetzt zurück in der Serie und es ist wieder alles offen“ so der 48-Jährige weiter.

Einen Auftakt nach Maß erwischte seine Truppe, bei der nach überstandenem Knochenbruch auch wieder Martin Hagemeister auflaufen konnte. Vor knapp 900 Zuschauern bejubelten die Hausherren auch früh die Führung: Tomas Vrba jagte nach gerade einmal 28 Sekunden den Puck in die Maschen und ließ Korbinian Sertl im Tor der Gäste keine Chance. Wenige Sekunden zuvor hatte sich aber Björn Linda im Löwen-Tor schon einmal gegen Troy Bigam lang machen müssen. Nur eine Minute später verzog Andreas Andrä, in der Folge jagte Vrba die Scheibe über das Gäste-Gehäuse. Wie auch schon in den letzten Begegnungen erarbeitete sich Lindau in der Folge ein spielerisches Übergewicht und in der 9.Minute fiel der verdiente Ausgleich: Petr Heider zog aus halbrechter Position völlig frei ab und ließ Linda keine Chance (08:28). Die Gäste waren nun am Drücker, doch der EHC verteidigte gut und mitten hinein ins Lindauer Offensivfeuerwerk fiel die erneute Führung für die Löwen: Fabian Kanzelsberger zog von der blauen Linie einfach ab und die Scheibe fand den Weg, vorbei an Freund und Feind, ins lange Eck zum 2:1 (12:07).

Das zweite Drittel begann wie das erste geendet hatte: Lindau drängte und drückte, Linda im Tor des EHC verrichtete Schwerstarbeit und hielt seinen Farben die Führung fest. In der 32.Minute wurde er von hinten per Schläger von einem vorbeifahrenden Lindauer Top-Stürmer von den Beinen geholt und wurde fuchsteufelswild-  der Unparteiische hatte die Aktion aber nicht gesehen. Ebenso wenig sahen die Schiedsrichter sechs Minuten später einen Zusammenstoß zwischen Michael Trox und Lindaus Adrian Kirsch am Mittelkreis, bei dem Trox nicht nur die Schulter, sondern auch den Schläger im Gesichh zu spüren bekam.

Chancen gab es in der Folge auch noch zahlreiche, doch Linda rettete gegen Zdenek Cech (40.Minute, 55.), Jiri Mikesz (48.) und Heider (51.), auf der anderen Seite vergaben Andreas Paderhuber (49.) und Vrba (57.). 91 Sekunden vor dem Ende setzte Lindau-Coach Dustin Whitecotton alles auf eine Karte, nahm seine Auszeit und Keeper Sertl vom Eis. Doch die Löwen retteten den Sieg über die Zeit, holten sich den Sieg in Spiel 3 und damit auch den vierten Vergleich in dieser sehenswerten Serie.

 

Eishockey Oberliga 2016/ 2017, BEV-Playoff-Finale, Spiel 3. EHC Waldkraiburg – EV Lindau 2:1 (2:1/ 0:0/ 0:0). Stand der Serie „Best-of-5“: 1:2 . Tore: 1:0 00:28 Vrba T., 1:1 08:28 Heider P. (Mlynek M., Mikesz J.), 2:1 12:07 Kanzelsberger F. (Kaltenhauser M., Marek J.). Strafen: EHC Waldkraiburg 6 Strafminuten, EV Lindau 6 Strafminuten. Zuschauer: 866.

Verfasser: Michael Gößl
Veröffentlicht von Norman Flaake
 
EV Lindau - Vereins-/Stadioninfos EV Lindau
"Islanders"
2:5
(1:1, 1:2, 0:2)
EHC Waldkraiburg
"Die Löwen"
EHC Waldkraiburg - Vereins-/Stadioninfos
3/1/0/1 (Heim: 3/0/0/0)  Die letzten 5 Spiele
(S3-S2-N1-N)
3/1/0/1 (Auswärts: 1/0/0/1)
Spitzenform - Spitzenform Tendenz der letzten 5 Spiele Spitzenform - Spitzenform
4 Spiele in Serie gewonnen Aktuelle Serie 2 Spiele in Serie gewonnen
03.04.2017 - 11:21
Löwen erzwingen den Showdown
Spiel 4 geht an den EHC
Löwen erzwingen den Showdown

Der EHC Waldkraiburg hat sich den Heimvorteil zurückgeholt und so kommt es an diesem Freitag in der Raiffeisen Arena zum ultimativen Duell um die bayerische Playoff-Meisterschaft! Die Löwen gewannen nämlich am Sonntag nach einer grandiosen Vorstellung beim EV Lindau in Spiel 4 der „Best-of-5“-Serie mit 5:2. Rainer Zerwesz‘ Team zeigte eiskalte Effektivität, erzielte drei Treffer in Überzahl und fiebert nun dem Showdown um den Titel entgegen.



Rund 100 Löwen-Fans begleiteten den EHC beim „Do-or-Die“-Spiel an den Bodensee und es ging auch gleich tatkräftig los: Denn schon nach zwei Minuten mussten die drei Spieler Christof Hradek, Philipp Seifert und Lindaus Jiri Mikesz vom Arzt auf die Bank zur Behandlung begleitet werden. Wie auch im letzten Vergleich zwei Tage zuvor in Waldkraiburg, als die Löwen mit 2:1 gewinnen konnten, entwickelte sich eine packende, schnelle und überaus unterhaltsame Partie. In der fünften Minute staubte Nico Vogl dann erstmals ab und stellte auf 1:0 für die Industriestädter (04:14). Nur wenig später schlug Lindau aber zurück und Troy Bigam verwertete einen Konter zum Ausgleich (07:52). In einem sehr intensiven Drittel, in dem sich beide Teams nichts schenkten und um jeden Zentimeter kämpften, vergab noch einmal Fabian Zick mit seinem Schuss knapp über das Tor und Lindau ließ sein bis dato einziges Powerplay torlos verstreichen.

Im zweiten Druchgang hatte Marco Miller zunächst zweimal früh die Chance zum Ausgleich (23.Minute), in der Folge nahmen die Islanders das Heft noch mehr in die Hand. Bis zur 30. Minute fand das Spiel überwiegend im EHC-Drittel statt, doch die Löwen standen defensiv sehr gut und klare Chancen konnten die Hausherren vor 1217 Zuschauern nicht verzeichnen. Ihr zweites Powerplay der Partie nutzten die Löwen dann nach 30 Sekunden zur erneuten Führung: Daniel Hilpet legte ab auf Max Kaltenhauser, der beim Lindauer Anhang wohl nicht mehr Publikumsliebling werden wird und Korbinan Sertl blieb beim Schuss des EHC-Kapitäns machtlos (30:00). Nun überschlugen sich aber die Ereignisse und das Spiel hatte seinen ersten, dramatischen Höhepunkt: Bei angezeigter Strafe gegen die Löwen setzte sich Patrick Haug im Nachschuss im Gewühl vor Björn Lindas Tor durch und glich zum 2:2 aus (31:58) und es war wieder alles offen. Nur wenige Sekunden drauf gerieten die Löwen in Unterzahl und Lindau drückte auf die Führung, doch der EHC stand kompakt und verhinderte den Rückstand. In der 36. Minute eine sinnbildliche Szene für den Einsatz der Löwen, als sich Fabian Zick innerhalb weniger Sekunden zweimal in einen Schlagschuss der Lindauer warf. Kurz drauf das nächste Powerplay für die Löwen und erneut klingelte es: Wieder war es Kaltenhauser, der mit seinem zweiten Treffer des Spiels auf 3:2 stellte (36:10)- etwas kurios, denn Lindau machte eigentlich das Spiel, doch der gnadenlos effektive EHC Waldkraiburg die Tore.

Im Schlussdrittel fehlte dem EVL dann etwas die Linie im Spiel, die Löwen kamen auf und es wurde noch mehr ein wahres Eishockeyfest. Bis zur 50.Minute rannte Lindau weiter verzweifelt an, doch die Löwen standen defensiv perfekt, machten keine Fehler und sorgten mit aggressivem Fore-Checking immer wieder für Entlastung. In der 55.Minute musste dann erneut mit Zdenek Cech ein Lindauer vom Eis und wieder zeigten die Industriestädter ihre Kaltschnäuzigkeit: Nach 17 Sekunden zog Andreas Paderhuber von der blauen Linie ab und plötzlich stand es 4:2 (54:29). Wie auch schon am Freitag holte Lindau-Coach Dustin Whitecotton kurz vor dem Ende Goalie Korbinian Sertl vom Eis, doch auch diesmal klappte es nicht mit dem Lindauer Treffer. Im Gegenteil: Der EHC schaffte die Befreiung und Jakub Marek setzte mit seinem Treffer ins verwaiste Gehäuse den Schlusspunkt (58:11). Am Freitag fällt ab 19:45 Uhr nun definitiv die Entscheidung um die bayerische Playoff-Meisterschaft in der Raiffeisen Arena. Karten gibt es bis 24 Stunden vor Spielbeginn online unter ehcwaldkraiburg.com, sowie auf der Geschäftsstelle am Dienstag (16:30Uhr – 18:30), Mittwoch (10:00 Uhr – 12:00 Uhr) und Donnerstag (18:00 Uhr – 20:00 Uhr).

 Eishockey Oberliga 2016/ 2017, BEV-Playoff-Finale, Spiel 4. EV Lindau - EHC Waldkraiburg 2:5 (1:1/ 1:2 0:2). Stand der Serie „Best-of-5“: 2:2 . Tore: 0:1 04:14 Vogl N. (Hradek Ch., Hilpert D.), 1:1 07:52 Bigam T. (Sekula L., Klingler S.), 1:2 30:00 Kaltenhauser M. (Paderhuber A., Hilpert D. PP1), 2:2 31:58 Haug P. (Cech Z., Heider P.), 2:3 36:10 Kaltenhauser M. (Vrba T., Paderhuber A. PP1), 2:4 54:29 Paderhuber A. (Marek J., Kaltenhauser M. PP1), 2:5 58:11 Marek J. (Trox M. ENG). Strafen: EV Lindau 10 Strafminuten, EHC Waldkraiburg 6 Strafminuten. Zuschauer: 1217

Verfasser: Michael Gößl
Veröffentlicht von Norman Flaake
 
EHC Waldkraiburg - Vereins-/Stadioninfos EHC Waldkraiburg
"Die Löwen"
5:2
(3:1, 2:1, 0:0)
EV Lindau
"Islanders"
EV Lindau - Vereins-/Stadioninfos
3/1/0/1 (Heim: 2/1/0/0)  Die letzten 5 Spiele
(S3-S2-N1-N)
3/1/0/1 (Auswärts: 0/1/0/1)
Spitzenform - Spitzenform Tendenz der letzten 5 Spiele Spitzenform - Spitzenform
2 Spiele in Serie gewonnen Aktuelle Serie 4 Spiele in Serie gewonnen
03.04.2017 - 21:14
Finale um die Bayrische Meisterschaft geht über die volle Distanz
Finale um die Bayrische Meisterschaft geht über die volle Distanz

Was die Experten vorausgesehen haben, ist nun eingetreten: Die Finalserie zwischen dem EHC Waldkraiburg und den EV Lindau Islanders geht über die volle Distanz. Im vierten Spiel schlug der Titelverteidiger erneut zurück und gewann am Bodensee mit 5:2 (1.1, 2:1, 2:0). Nun geht es am kommenden Freitag in ein entscheidendes fünftes Finalspiel in Waldkraiburg, ehe der Bayrische Meister 2017 gekrönt werden kann.



Entscheidend war vor der grandiosen Kulisse von 1217 Zuschauern im Eichwald die nahezu 100prozentige Verwertung ihrer Überzahlsituationen durch die Gäste. Die schlugen früh zu, nachdem die Lindauer angesichts der Chance, vor den eigenen Fans Meister zu werden, übermotiviert starteten. Schon nach zwei Minuten gerieten die Lindauer in Unterzahl, die sie gerade überstanden hatten, als EHC Stürmer Nico Vogl im zweiten Nachschuss zum 0:1 traf.

Die Antwort der Lindauer folgte aber schnell. War Petr Heider am erneut exzellenten Björn Linda im Gästetor gescheitert (8.), machte es Troy Bigam nur eine Minute später besser. Mit einem Traumpass von Simon Klingler am Schläger marschierte er alleine auf Linda zu und traf zum schnellen Ausgleich. Danach war die Partie ausgeglichen, beide Mannschaften zeigten den Zuschauern ein erneut hochklassiges Finale, allerdings ohne sich die ganz großen Möglichkeiten zu erspielen.

Dies änderte sich im zweiten Durchgang, in dem die Lindauer eindeutig am Drücker waren. 17:6 Torschüsse zählten die Statistiker zugunsten der Islanders, „aber wir haben an diesem Wochenende keinen Weg gefunden, Tore zu erzielen“, wie EVL- Coach Dustin Whitecotton feststellte. Der hatte Torjäger Jeff Smith zwar mit im Kader, dem bei seinen wenigen Einsätzen trotz großen, vorbildlichen Willens deutlich anzumerken war, dass er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Dazu kam das Pech, dass Marco Miller nach 23 Minuten nur den Pfosten traf und nur wenig später einen Nachschuss knapp vorbeisetzte.

Dazu machten sich die Gastgeber das Leben dann wieder selber schwer: Zum zweiten Mal in Unterzahl geraten, versäumten es die Lindauer die Scheibe zu klären. Sie wurde zentral abgefangen, nach rechts zu Max Kaltenhauser gespielt, dessen Direktschuss nach Exakt 30 Minuten zum 1:2 im Lindauer Tor einschlug.

Aber auch hier fanden die Lindauer aber schnell eine Antwort. Sie erhöhten sofort wieder den Druck, was eine angezeigte Strafe gegen die Löwen nach sich zog. Diese nutzte Philipp Haug mit sechs gegen fünf Feldspielern zwei Minuten später zum Ausgleich. Allerdings gelang es den Lindauern nicht, daraus weitere Energie zu ziehen und erstmals in Führung zu gehen. Wieder gerieten sie in Unterzahl, wieder war Kaltenhauser zur Stelle, diesmal bei einem Abpraller, den er in Zeitlupe über die Linie schob.

Der Rest des Spiels war dann Lindauer Anrennen, das bisweilen trotz größter Bemühungen kopflos wirkte und kluges Verteidigen des EHC. Jiri Mikesz mit der Rückhand und Bigam hatten die größten Chancen, die Linda aber vereitelte. Dennoch waren die Hausherren die bei erneut frühlingshaften Temperaturen, angetrieben von der phantastischen Unterstützung des Lindauer Publikums, alles aus sich herausholten, immer nah dran am Ausgleich – bis sie zum vierten Mal in diesem Spiel in Unterzahl gerieten und wieder bestraft wurden. Diesmal war es Andreas Paderhuber, der fünf Minuten vor Schluss mit einem verdeckten Schuss Korbinian Sertl zum 2:4 überwand. Die Entscheidung, denn „Waldkraiburg hat das Spiel heute in Überzahl gewonnen. Das ist unsere Lehre für Spiel fünf: Wegbleiben von der Strafbank“, wie Whitecotton feststellte. Der Lindauer Trainer

 

 

nahm zwar noch einmal Sertl vom Eis und versuchte mit einem zusätzlichen Stürmer das Unmögliche möglich zu machen. Aber auch hier hatte der EHC die bessere Antwort: Jakub Marek traf anders als vor einer Woche nicht ins eigene, sondern zum 2:5 ins Lindauer Tor (59.) und schickte die Finalserie endgültig in ein fünftes und entscheidendes Spiel am kommenden Freitag in Waldkraiburg.

EV Lindau Islanders – EHC Waldkraiburg 2:5 (1:1, 1:2, 0:2). Tore: 0:1 (04:14) Vogl (Hradek, Hilpert), 1:1 (07:52) Bigam (Sekula, Klingler); 1:2 (30:00) Kaltenhauser (Powerplay – Paderhuber, Hilpert); 2:2 (31:58) Haug (6 gegen 5 - Cech, Heider); 2:3 (36:10) Kaltenhauser (Powerplay – Vrba, Paderhuber); 2:4 (54:29) Paderhuber (Powerplay – Marek, Kaltenhauser); 2:5 (58:11) Marek (Empty Net – Trox). Strafminuten: Lindau 10 – Waldkraiburg 6. Zuschauer 1217.

Verfasser: EVL Medienservice
Veröffentlicht von Norman Flaake
08.04.2017 - 22:41
EHC holt sich die Meisterschaft
EHC holt sich die Meisterschaft

Der EHC Waldkraiburg ist bayerischer Playoff-Meister 2017. Am Freitagabend gewannen die Löwen im letzten und entscheidenden Finalspiel und dem letzten Auftritt von Rainer Zerwesz als Löwen-Trainer gegen den EV Lindau verdient mit 5:2 vor knapp 2000 Zuschauern. Zum vierten Mal holten sich die Industriestädter eine Meisterschaft im Bayerischen-Eissport-Verband (BEV). Daniel Hämmerle, Nico Vogl, Tomas Vrba, Max Kaltenhauser und Jakub Marek trafen für den späteren Meister.



Der emotionale Höhepunkt eines grandiosen Eishockeyabends, an dem sich die Löwen gegen Lindau mit 5:2 die BEV-Playoff-Meisterschaft sicherten und damit zum zweiten Mal in Folge ein Playoff-Endspiel für sich entscheiden konnte, fand nach dem Spiel statt und er gehörte einzig und allein einer Person: Erfolgscoach Rainer Zerwesz. Der 48-Jährige stand sichtlich gerührt am Mittelkreis, seine Mannschaft hatte sich an der blauen Linie aufgereiht und auch der Großteil der Lindauer Mannschaft war noch auf dem Eis und zollte dem erfolgreichsten Trainer der jüngeren Vereinsgeschichte Respekt. „Es war eine unglaubliche Zeit, wir haben viel aufgebaut und erreicht. Ich bin stolz darauf, Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein“ so Zerwesz, der sich im Anschluss auch bei seiner Frau Katja bedankte und anschließend mit Sprechchören von den Fans gefeiert wurde. Nach der kurzen, aber emotionalen und wie immer ehrlichen Ansprache überreichte Regionalobmann Fred Frömming vom BEV den Pokal an EHC-Kapitän Max Kaltenhauser und damit konnte die Feier beginnen, die bis weit in die Morgenstunden gehen sollte.

 

Daniel Hämmerle hatte die Löwen vor mit knapp 2000 Zuschauern grandioser Kulisse früh mit 1:0 in Führung gebracht, als er einen Schuss von der blauen Linie von Daniel Hilpert für Lindaus Keeper Korbinian Sertl unhaltbar abfälschte (05:45). Keine 60 Sekunden umkreiste Michael Trox über den linken Flügel kommend das Tor der Gäste, passte auf Nico Vogl, der vors Tor zog und zum 2:0 vollendete (06:26). Ihr zweites Powerplay des Spiels nutzten die Löwen dann zum 3:0 durch Tomas Vrba: Der Tscheche verwertete einen Querpass von Max Kaltenhauser perfekt und sorgte damit für klare Tatsachen. Lindau kam in den ersten 20 Minuten nie richtig zur Entfaltung, der EHC stand gut und verteidigte noch besser. Und falls doch mal ein Schuss durchging, war Björn Linda im Tor der Industriestädter auf dem Posten. Kurios dann die Szene, die zum 3:1 kurz vor der Pause führte. Jeffrey Smith ging in einem fairen Zweikampf mit Andreas Andrä zu Boden und verlor dabei seinen Schläger. Das Spielgeschehen verlagerte sich und Andrä schob im Sinne des Fairplays seinem Gegenspieler den Schläger zu- Strafe, zwei Minuten wegen Behinderung. Es dauerte nur 50 Sekunden, da hatte Lindau sein bisher brandgefährliches Powerplay aufgezogen und Jiri Mikesz verkürzte auf 1:3 aus Sicht der Gäste (19:21).

 

Im mittleren Abschnitt waren dann erst dreieinhalb Minuten gespielt, da schlug der EHC mit Max Kaltenhauser erneut im Powerplay zu und der Kapitän stellte auf 4:1 (23:30). Lindau fand aber die passende Antwort und Michal Mlynek krönte ein starkes Solo mit dem 4:2 nur 66 Sekunden später (24:36). Kurz vor dem Ende des zweiten Drittel schaltete dann Jakub Marek im Gewühl vor dem Tor am schnellsten und traf zum 5:2 (37:06).

 

Im Schlussabschnitt fiel zwar noch früh ein Tor durch Jeffrey Smith (51.Minute), bei dem die Scheibe auch klar hinter der Linie war, doch gab es der Schiedsrichter nicht- da sonst nicht mehr viel passierte, blieb es beim 5:2 und die Löwen hatten Grund zum Feiern. Lange harrten die Fans nach den Feierlichkeiten auf dem Eis im großen Saal in der Stadiongaststätte aus und als Rainer Zerwesz seine letzten Worte auf der Pressekonferenz gesprochen hatte und sich verabschiedete, gab es Standing-Ovations und erneut wollten die Sprechchöre für den sichtlich gerührten Erfolgscoach nicht enden. Damit ging nicht nur eine erfolgreiche, dreijährige Zeit mit Zerwesz zu Ende, sondern auch eine Saison, auf die man in ganz Waldkraiburg erneut stolz sein kann. Nach dem Aufstieg in die Oberliga Süd, konnte die Klasse gehalten und schließlich auch die Playoffs gewonnen werden- der perfekte Abschluss mit einem emotionalen Höhepunkt.

 

 

Eishockey Oberliga 2016/ 2017, BEV-Playoff-Finale, Spiel 5. EHC Waldkraiburg – EV Lindau 5:2 (3:1/ 2:1/ 0:0). Stand der Serie „Best-of-5“: 3:2 . Tore: 1:0 05:45 Hämmerle D. (Hilpert D., Thalhammer T.), 2:0 06:26 Vogl N. (Trox M.), 3:0 17:22 Vrba T. (Kaltenhauser M., Paderhuber A. PP1), 3:1 19:21 Mikesz J. (Cech Z. PP1), 4:1 23:30 Kaltenhauser M. (Marek J., Paderhuber A. PP1), 4:2 24:36 Mlynek M. (Heider P., Smith J.), 5:2 37:06 Marek J. (Vrba T., Kaltenhauser M.). Strafen: EHC Waldkraiburg 14 Strafminuten, EV Lindau 18 Strafminuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe (Koberger S.). Zuschauer: 1804.

Verfasser: Michael Gößl
Veröffentlicht von Norman Flaake
09.04.2017 - 11:01
EV Lindau Islanders feiern die Vize- Meisterschaft
EV Lindau Islanders feiern die Vize- Meisterschaft

Nur kurz währte die Enttäuschung der EV Lindau Islanders über die Niederlage im fünften Finale um die Bayrische Meisterschaft. Zwar unterlagen die Islanders im Showdown am Freitag dem EHC Waldkraiburg mit 2:5 (1:3, 1:2. 0:0) und gaben damit endgültig die 2:0 Serienführung aus der Hand. Aber schon am Samstag wurde gebührend gefeiert:



Die erste Oberliga Saison der Vereinsgeschichte, in der die Lindauer nur hauchdünn an der Play- Off Teilnahme scheiterten. Die gute Verzahnungsrunde in der schwierigeren Gruppe, der ein dramatisches Viertelfinale folgte, in dem sich die Islanders den Ligaerhalt sicherten. Und die anschließenden acht weiteren Play- Off Spiele, in denen die Lindauer sehenswerten Sport zeigten, der insgesamt 800 Fans im Schnitt in die Eissportarena lockte.

Dass der EVL dem Ganzen nicht die Krone aufsetzen konnte, lag dann auch an den schwindenden Kräften im insgesamt 55. Saisonspiel. Der EHC Waldkraiburg setzte vor 1800 Zuschauern seinen guten Lauf fort und legte den Grundstein zum Titel in einem starken ersten Drittel. „Wir hatten heute keine Beine mehr, der Verschließ war zu groß“, sagte EVL- Vorsitzender Bernd Wucher über sein Team, dass schon nach sieben Minuten einem zwei- Tore Rückstand hinterherlaufen musste. Nur 41 Sekunden lagen zwischen den beiden Treffern von Daniel Hämmerle und Nico Vogl.

Den dritten Treffer der Gastgeber durch Thomas Vrba in der 18. Minute in Überzahl konterten die Lindauer zwar noch mit dem 3:1 39 Sekunden vor der Drittelpause durch Jiri Mikesz. Die Energie daraus konnten sie aber nicht in weitere Tore ummünzen. Stets legte Waldkraiburg wieder vor, auch wenn die Islanders nach einer halben Stunde in einem offenen Spiel drauf und dran waren, die Lücke noch enger zu gestalten. Zuvor hatten Max Kaltenhauser (24.) und Michal Mlynek (25.) auf 4:2 gestellt.

Das 5:2 von Jakub Marek in der 38. Minute war dann bereits die Entscheidung. Denn trotz großem Willen gelang es den Lindauern nicht mehr, die Aufholjagd zu starten. Denn wie in den letzten Spielen verteidigten die Löwen stark und hatten in Björn Linda wieder einen sehr guten Rückhalt im Tor. Dazu war der Antrieb der Oberbayern, vor eigenem Publikum zu gewinnen - und das zum Abschied vom Trainer und einigen Spielern – wohl doch einen Tick größer.

Ein Umstand, den im Lindauer Lager niemand der Mannschaft übelnahm. Sie hatte alles gegeben und durfte sich zurecht im Eisstüble feiern lassen. Sei es Simon Klingler, der von den Lindauer Fans zum Spieler des Monats März gewählt wurde oder Jeff Smith, dem dieselbe Ehre durch das Online- Portal Bayernhockey zu Teil wurde. Bei der Versteigerung waren aber nicht nur die Trikots dieser beiden heiß begeht.

EHC Waldkraiburg – EV Lindau Islanders 5:2 (3:1, 2:1, 0:0). Tore: 1:0 (05:45) Hämmerle (Hilpert, Thalhammer); 2:0 (06:26) Vogl (Trox); 3:0 Vrba (Powerplay – Kaltenhauser, Paderhuber); 3:1 (19:21) Mikesz (Powerplay – Cech, Fuchs), 4:1 (23:30) Kaltenhauser (Powerplay – Marek, Paderhuber); 4:2 (24:26) Smith (Heider); 5:2 (37:06) Marek (Vrba, Kaltenhauser). Strafminuten: Waldkraiburg 14 – Lindau 18 + 10 (Koberger). Zuschauer: 1804

Verfasser: EVL Medienservice
Veröffentlicht von Norman Flaake